Information

Kuratiert wurde „Kindheit im Heiligen Land“ von der SOS-Botschafterin Dr. Kirstin Prinzessin zu Hohenlohe-Oehringen. Begleitet wurde sie von dem Berliner Fotografen Stephan Pramme, der die Kinder mit großer Sensibilität und professionellem Blick porträtierte.

Die Fotos der Kinder zeigen ihren Alltag, ihre Rückzugsorte und ihren Lebensmut. Die Porträts des Fotografen reflektieren die Persönlichkeit und unerschütterliche Stärke dieser Kinder. Es sind Bilder, die tief gehen und Spuren aufzeigen – von dem, was die Kinder bereits erlebt haben, aber auch von dem Prozess der Heilung den viele dieser Kinder erfahren.

„Kindheit im Heiligen Land“ vereint diese beiden Bilderwelten: Die eindringlichen Kinder-Porträts des Fotografen mit den Fotos aus dem Blickwinkel der Kinder.

Die Ausstellung wurde bereits in Berlin, Innsbruck und München sowie im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main gezeigt.

Hier sehen Sie Eindrücke von der Ausstellung „Kindheit im Heiligen Land“ im Oktober 2014 in Berlin.

Interview mit Sabine Conquest zur Ausstellung „Kindheit im Heiligen Land“ auf der ITB im März 2015 in Berlin.


Kinderportraits

Für „Kindheit im Heiligen Land“ hat der Berliner Fotograf Stephan Pramme einige der Kinder mit großer Sensibilität und professionellem Blick in ihrem selbst gewählten Umfeld porträtiert. Der Regisseur Dani Levy hat für diese Portraits genau die richtigen Worte gefunden: „Es sind freche, fordernde und traurige Blicke, manche stolz, manche glücklich, aber alle ehrlich. Sie zeigen mir, dass diese Kinder schon vieles erlebt haben. Sie sind in ihrer Einfachheit und Bescheidenheit selbstbewusst und klar. Sie sind nicht betont entspannt und schon gar nicht unverbindlich freundlich. Sie sind rau und herzlich, selbstständig und verletzlich. Sie sind, wie Kinder sind, wenn sie nicht versuchen zu kokettieren.“ Mehr möchten wir dem nicht hinzufügen.


Kinderbiografien

Auch die Biografien der Kinder sind in dieser Ausstellung ein wichtiges Thema. Wo kommen sie her und was ist ihre Geschichte? In kleinen, authentischen und sehr liebevoll geschriebenen Texten erfahren wir, welche Schicksale hinter den Bildern stecken und können nachvollziehen, warum die Augen der Kinder manches Mal so traurig sind.

GUBRAN

hat seine leibliche Mutter nie gesehen. Kurz nachdem er geboren war, war sie gestorben. Sein Vater hatte daraufhin den Säugling genommen, zu den Nachbarn gebracht und sich davon gemacht. So wurde Gubran, eben drei Tage alt, im SOS-Kinderdorf abgegeben, unterkühlt und fast blau am ganzen Körper. Man tat alles, um ihn aufzupäppeln und gab ihm ein Zuhause in einer SOS-Familie. Zehn Jahre ist das inzwischen her und wer Gubran begegnet, trifft auf einen freundlichen, ausgeglichenen Jungen. Im Kinderdorf bewegt er sich mit leichten Schritten, in der Schule gehört er zu den Besten. Optimistisch blickt er in die Zukunft.